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Die Bewässerung des Reitplatzes

27. Mai 2016

Mit dem Beginn der Sommerzeit wird die Bewässerung des Reitbodens wieder zum aktuellen Thema. Auf einem sehr nassen, rutschigen Boden ist das Reiten gefährlich, sehr trockener und tiefer Boden ist für die Gesundheit von Pferd & Reiter aber ebenfalls nicht von Vorteil.

Das Ziel der Bewässerung sollte sein, dass der Reitboden ganzjährig über eine Grundfeuchte bzw. Erdfeuchte verfügt. Auf dem Außenplatz ist die Bewässerung gar nicht so einfach zu beeinflussen, da ein Großteil des Wassers schon mal ohne Aufwand von oben kommt. Damit keine Schlammlandschaft entsteht, muss der Reitplatz je nach Tretschicht über einen entsprechenden wasserableitenden Unterbau (Drainage) oder eine Oberflächenentwässerung verfügen – weitere Informationen dazu geben wir in unserem Artikel „Reitboden Aufbau“.

stresan® ist dafür bekannt, Wasser sehr gut aufzunehmen und zu speichern. Dadurch bleibt der Boden länger feucht, ist elastisch und bietet Stabilität und Trittsicherheit. Bei Reitsand-Vlies-Mischungen wird durch das Vlies sogar noch mehr Wasser aufgenommen bzw. gespeichert, sodass noch länger beste Reiteigenschaften gegeben sind.

Wann muss der Reitboden bewässert werden?

Wird ein Reitplatz ganz neu angelegt, benötigt die stresan®-Tretschicht zu Beginn ca. 10-20 Liter Wasser pro Quadratmeter, je nach Grundfeuchte, um sich zu setzen und zu verzahnen. Der Sand zieht sich in Verbindung mit Wasser zusammen, verdichtet sich und entwickelt so die Grundfestigkeit, die zum Reiten benötigt wird. Bei Trockenheit braucht der Reitboden ca. alle 3 – 4 Tage Wasser, bei hohen Temperaturen und viel Sonne sogar täglich. Wenn der Sand an der Oberfläche zu trocknen beginnt, der Boden tief wird und der Huf einsinkt, wird es für die Bewässerung des Reitbodens höchste Zeit.

Eine Faustregel dafür, wie viel Wasser der Boden benötigt, lässt sich leider nicht pauschal aufstellen – das hängt von verschiedensten Faktoren wie Regen, Wind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie der Lage des Außenplatzes (Sonne oder Schatten) ab – „Probieren geht über Studieren“ ist hier das Motto.
Als Tipp um den optimalen Feuchtegrad zu ermitteln, können Sie mit den Händen aus dem Sand eine Kugel formen - diese darf nicht bröcklen (=zu trocken) oder zerfließen (=zu nass).

Wie wird der Reitplatz bewässert?

Wichtig ist, dass der Boden vor dem Bewässern glatt gezogen wird, damit die Bewässerung möglichst gleichmäßig erfolgt und Unebenheiten oder Vertiefungen, wie bspw. der Hufschlag, nicht mit Wasser voll laufen. Die Gleichmäßigkeit der Bewässerung ist wichtig, da der Platz durch Regen und von sich aus einer unterschiedlichen Intensität der Beregnung ausgesetzt ist – diese wird durch die Witterung zum Teil ausgeglichen oder aber verstärkt. Durch einen sorgfältigen Aufbau des Reitplatzes sollte gewährleistet sein, dass die Tretschicht auch bei einer größeren Menge Wasser oder gröberen Form der Bewässerung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Bei der Form der Bewässerung muss man für sich eine geeignete Methode finden, die zum eigenen Kosten- und Zeitbudget passt.
Die Bewässerung mit der Hand ist die wohl kostengünstigste Methode. Es muss kein Geld in Technik investiert werden, da der Platz allein mit dem Schlauch bewässert wird – der Zeitaufwand ist dabei allerdings nicht zu unterschätzen. Zudem ist die gleichmäßige Bewässerung des Reitbodens für optimale Reiteigenschaften eine Herausforderung. Auf der anderen Seite kann bei partieller Sonnenbestrahlung oder durch unregelmäßige Schattenflächen bei der Bewässerung per Hand besonders auf die Bedürfnisse der trockenen Teilflächen geachtet werden.

Eine zeitsparendere Alternative dazu ist, den Reitplatz per Traktor/Quad und anhängendem Wasserfass zu bewässern. Der zeitliche Aufwand ist geringer, da sich schnell eine große Menge Wasser aufbringen lässt. Auch hier besteht allerdings die Gefahr der ungleichmäßigen und vor allem ungenauen Bewässerung.

Durchaus empfehlenswert, aber natürlich mit einigen Kosten verbunden, ist die Bewässerung des Reitplatzes über eine professionelle Beregnungsanlage. Hier gibt es verschiedenste Varianten: Ob feststehend oder mobil, eine Anlage vom Profi verteilt das Wasser mit feinem Nebel oder Sprühregen besonders gleichmäßig und lässt sich darüber hinaus einfach programmieren und timen, sodass die Bewässerung ganz nebenbei erfolgen kann.

Bei Fragen zum Thema melden Sie sich natürlich gerne per Anruf oder über unser Kontaktformular

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