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Reitboden für den Westernsport

31. Januar 2017

Westernreiten ist nicht gleich Westernreiten: Beim Western wird in über zehn verschiedenen Disziplinen unterschieden. Daher ist auch die Frage nach dem optimalen Westernreitboden nicht eindeutig. Brauchen Westernreiter immer einen speziellen Boden? Darauf gibt es leider keine eindeutige Antwort, denn wie so oft gilt hier: „Es kommt darauf an“ und zwar auf die jeweilige Westerndisziplin. Zu den Bekanntesten gehören z.B. Reining, Western Pleasure, Barrel Race und Cutting. Diese haben nicht nur unterschiedliche sondern teilweise sogar gegensätzliche Ansprüche an den Reitboden.

Bei der Reining, die rasante Manöver wie Spins (mehrere 360-Grad-Wendungen um die Hinterhand), Sliding Stops (Abstoppen aus vollem Galopp) und Roll Backs (schnelle 180-Grad-Wendungen) beinhaltet, muss der Boden oberflächlich locker und nachgiebig sein und so das Sliden ermöglichen.

Western Manöver auf der Q12, Foto: Art & Light PhotographyWestern Manöver auf der Q12, Foto: Art & Light Photography

Gleichzeitig muss der Untergrund aber fest sein, damit das Pferd Halt findet. Elastizität spielt in diesem Fall eine untergeordnete Rolle. Zusatzstoffe wie Vlies oder Siebgut sind für einen Reining Boden ungeeignet, da sie das Pferd bremsen und beim Sliden behindern würden. Ideal ist ein fester, ebener Unterboden aus z.B. einer 10 cm dicken Lehmschicht und darüber eine ca. 5-7 cm dicke Schicht aus einem nachgiebigen Sandgemisch wie der speziellen stresan® N Western-Mischung. Auch die Bewässerung ist speziell, denn der Boden darf nicht zu feucht werden, da das Wasser den Sand zu sehr verfestigt und gleichzeitig den Lehm aufschwemmen und damit instabil werden lässt. Der Boden wird, im besten Fall, nur mit einem Wassernebel befeuchtet.

Bei der Cuttingarbeit mit Rindern oder dem Barrel Race braucht das Pferd guten Halt und einen griffigen Boden. Ganz andere Voraussetzungen und Ansprüche als beim Reining und demnach wird auch ein anderer Reitboden benötigt. Der Sand darf nicht zu viel nachgeben und muss besonders scherfest und kompakt sein, um die Nötige Standfestigkeit und Trittsicherheit zu gewährleisten. Hier empfiehlt sich ein Allround Reitboden mit reinem stresan® A, der besonders trittsicher ist und sich unter den Hufen ideal verdichtet. Um diese Reiteigenschaften dauerhaft zu bieten, ist eine regelmäßige Bewässerung - bzw. eine gute Abflussmöglichkeit für überschüssiges Wasser auf Außenplätzen - extrem wichtig.

Bei der Western-Pleasure, in welcher der Reiter sein Pferd in den verschiedenen Gangarten Walk, Jog und Lope vorstellt, ist ein elastischer Boden, der schön federt ideal. Diese Eigenschaften wünschen sich auch die klassischen Dressurreiter – es würde also beispielsweise eine Reitsandmischung mit Vlies in Frage kommen oder auch ein Allround Reitboden aus reinem stresan® A.

Wie man anhand dieser drei Beispiele erkennt, ist das Westernreiten eine besondere Herausforderung im Reitbodenbau. Bei dem Neubau eines Reitbodens oder der Erneuerung der Tretschicht sollte konkret geklärt werden, welche Disziplinen geritten werden, denn es gibt keine universell passende Schicht für alle Westernreiter. Deshalb macht es Sinn, sich vor der Anschaffung von Sand oder speziellen Reitsandmischungen gründlich beraten zu lassen. Bei Fragen zum Thema Westernreitböden, dem passenden Unterbau und natürlich auch der Pflege, melden Sie sich gerne per E-Mail oder rufen uns an. Wir beraten Sie gerne und natürlich unverbindlich.

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