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Reitboden im Winter

19. Dezember 2017

Draußen reiten ist in der kalten Jahreszeit oftmals kein Vergnügen – manchmal ist dies aber die einzige Möglichkeit, denn nicht jede Anlage verfügt über eine Reithalle.

Winter heißt nicht automatisch Frost und Schnee, aber meist eine Menge Niederschlag. Um nach anhaltendem Regen schnell wieder auf dem Platz reiten zu können, sollte der Reitboden vor dem Regen mit dem Bahnplaner gezogen werden. Dadurch werden Unebenheiten ausgeglichen und gerade bei oberflächlich entwässernden Reitböden kann das Wasser gut ablaufen und der Platz trocknet nach dem Regen schneller ab. Reitböden mit einer wasserdurchlässigen Tretschicht,  wie beispielsweise einem Sand-Vlies-Gemisch, leiten das Wasser direkt nach unten in die Drainage ab und sind daher schnell wieder bereitbar - hier muss aber sichergestellt sein, dass die Drainage einwandfrei funktioniert.

Frost und Schnee
Bei anhaltenden Minusgraden und Schneefall ist es kaum möglich den Reitboden weiterhin zu nutzen – es sei denn, man verfügt über eine Bodenheizung.

Gerade deswegen ist es bei einem Reitplatz mit Oberflächenentwässerung wichtig, dass der Platz glatt gezogen wird und das Wasser gut ablaufen kann - und nicht auf dem Platz stehen bleibt und gefriert. Reitsandmischungen mit Vlies oder Siebgut leiten das Wasser schneller ab und sind durch ihre unregelmäßige Struktur etwas frostbeständiger als reine Sandböden, gefrieren also nicht so schnell.

Reitplatz im Winter

Reitboden Frostschutz durch Magnesiumchlorid

Magnesiumchlorid ist ein beliebtes Mittel um den Reitboden gegen Frost zu schützen, da es einfach in der Anwendung ist und eine Tauleistung bis unter -20° Celsius hat – Die Zugabe funktioniert auch noch, wenn der Boden schon leicht angefroren ist.

Das Magnesiumchlorid kann manuell auf dem Boden verteilt werden, muss einige Stunden einwirken und zum Abschluss wird der Reitboden dann mit dem Bahnplaner gezogen und ist wieder bereitbar. Man sollte mit ca. 200 g Magnesiumchlorid pro Quadratmeter Reitfläche rechnen und mit einer Einwirkzeit von ca. zehn Stunden – für die genauere Dosierung und Einwirkzeit sind aber die jeweiligen Hinweise bzw. die Herstellerempfehlungen zu berücksichtigen.

Da sich das Magnesiumchlorid mit dem Regen wieder aus dem Reitboden wäscht und durch das Salz außerdem auch der Huf und die empfindliche Haut angegriffen werden kann, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob man Magnesiumchlorid einsetzen möchte. Außerdem ist der nicht unerhebliche Kosten- und Zeitaufwand für das regelmäßige Nachstreuen auf dem Außenplatz zu berücksichtigen - sowie die gründliche Reinigung von Hufen und Pferdebeinen nach dem Reiten.

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