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Zuschlagstoffe für Reitböden: Siebgut

15. August 2016

Die Wahl der Tretschicht ist häufig die schwierigste Entscheidung, die bei dem Anlegen oder der Erneuerung eines Reitbodens getroffen werden muss. Entscheiden Sie sich letztendlich für einen Reitboden mit Zuschlagsstoffen, wird zwischen organischen und synthetischen Stoffen unterschieden. Weitere Informationen zum synthetischen Zusatzstoff Vlies finden Sie in unserem Artikel Zusatzstoff Vlies. Unter dem organischen Zuschlagsstoff Siebgut versteht man 2-3 mm starke, biegsame Holzschnitze von ca. 3 cm Länge und 5-8 mm Breite.

Siebgut im Detail stresan® mit Siebgut

Vorteil: Besondere Elastizität

Vor allem bei Dressurreitern und Voltigierern ist Siebgut als Zusatzstoff beliebt, da es durch das biegsame Weichholz für eine sehr hohe Elastizität und Federung der Tretschicht sorgt. Das Reitsandgemisch mit Siebgut zeichnet sich durch seine Pflegeleichtigkeit aus: Im Sommer speichert es besonders gut das Wasser, im Winter friert der Boden mit den Holzzusätzen nicht so schnell und auch stärkere Regenfälle sind bei einem guten Unterbau kein Problem und der Reitplatz bleibt bereitbar.

Kein Allround-Boden

Als Nachteil von Siebgut in Reitböden, wird häufig mangelnde Rutschfestigkeit genannt. Bei Reitböden die ausschließlich aus Holz bestehen, kann dies bei anhaltendem Regen der Fall sein – Wir verwenden für unsere stresan® Siebgut-Gemische qualitativ hochwertiges Weichholz und dank der Verzahnung mit dem Sandboden erhält man auch hier eine gute Rutsch- und Scherfestigkeit. Wenn auf dem Reitboden aber schwerpunktmäßig gesprungen wird, würden wir einen reinen Sandboden oder ein Sand-Vlies-Gemisch empfehlen. Ein weiterer Punkt ist der sogenannte „Schmirgelpapier“-Effekt. Holz und Sand in Kombination – besonders mit Feuchtigkeit – kann man sich ähnlich wie eine Nagelfeile vorstellen. Bei Barfuß-Gängern führt das Reiten auf Reitböden mit Holz daher zu einem erhöhten Hufabrieb.

Auf die Qualität kommt es an

Bei der Produktion von Siebgut sollte ausschließlich das Holz von Nadelbäumen wie Fichte, Tanne oder Douglasie verwendet werden, da dieses von Natur aus eine höhere Holzfeuchte besitzt und nicht so schnell splittert. Sandgemische mit Siebgut sind in der Anschaffung eine kostengünstige Alternative zum Vlies – allerdings muss dazu gesagt werden, dass das Holz mit der Zeit verrottet und daher in puncto Haltbarkeit nicht mit dem Vlies mithalten kann. Bei dem Siebgut, das wir verwenden, handelt es sich um unbehandeltes Nadelholz frei von Fremdstoffen und chemischen Zusätzen, nach einigen Jahren setzt somit der natürliche Zersetzungsprozess ein und der Reitboden muss ggf. aufgefüllt oder erneuert werden. Der Vorteil dabei: Die Entsorgung des alten Reitbodens mit Siebgut ist problemlos, da die Holzschnitze sich ganz natürlich zersetzen und keine kostspielige Entsorgung notwendig ist. Gerne besprechen wir mit Ihnen, ob für Sie ein Reitboden mit Siebgut in Frage kommt.

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